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LAMPE HOMMAGE JOSEF FRANK

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stehlampe mit schirm a la´ JOSEF FRANK, siehe ausstellung MAK, schirm neu 50x20x25 schirmseite unten x schirmseite oben x höhe des schirm´s, stehlampe neu, 150 hoch, fussschalter

€ 89,-

Josef Frank 1885 - 1967

Biographie
Josef Frank besuchte die Realschule in Wien. Nach Absolvierung der Technischen Hochschule in Wien, die er mit der Dissertation "Über die ursprüngliche Gestalt der kirchlichen Bauten Leone Battista Albertis" abschloss (Dr. techn. 1910), arbeitete er eng mit Oskar Wlach und Oskar Strnad zusammen. Zu seinen ersten Aufträgen in Wien gehörten der Umbau einer schwedischen Gymnastikschule (1912), die nur teilweise realisierte Planung einer Villenkolonie im 19. Bezirk (1913/1914) oder die Werksiedlung und Landvilla für den Papierfabrikanten Hugo Bunzl (1914, 1919/1920). Nach dem Ersten Weltkrieg engagierte sich Frank im Wiener Siedlungsbau, so als Berater beim Österreichischen Verband für das Siedlungs- und Kleingartenwesen, so im Bau von Siedlungshäusern in der Anlage Hoffingergasse im 12. Bezirk. Als Professor an der Kunstgewerbeschule (1919-1925) trug er Baukonstruktionslehre vor.
1925 gründete er mit Wlach das Einrichtungshaus "Haus & Garten" (1, Bösendorferstraße 5; 1938 Übernahme durch Firma Kalmar), um die für seine Aufträge benötigten Möbel rationell produzieren zu können. Sein Inneneinrichtungskonzept war in Opposition zum Gesamtkunstwerk-Denken der Wiener Werkstätte, aber auch zum Funktionalismus, der ihm in der Totalisierung der Maschinenästhetik zu steril erschien. Zu Franks organischen Interieurs gehörten auch farbenfrohe Polstermöbel mit Blumenmustern. 1930 schrieb er das Buch "Architektur als Symbol". 1930-1932 hatte Frank als einer ihrer Initiatoren die Leitung des Baus der "Internationalen Werkbundsiedlung" im 13. Bezirk inne. 1930 baute er den Teesalon auf der Werkbundausstellung, 1930-1932 in der Siedlung das Haus Woinovichgasse 32. 1932 schrieb er die Monographie "Die internationale Werkbundsiedlung". Obgleich er mit Adolf Loos die Meinung vertrat, der Wohnbau sei nur in Form von Einfamilienhäusern vertretbar, errichtete er auch einige Großbauten für die Gemeinde Wien: das Gebäude in der Sebastian Kelch-Gasse 1-3 im 14. Bezirk (1928), den Leopoldine-Glöckel-Hof, Steinbauergasse 1-7 im 12. Bezirk (1931), den Wiedenhoferhof Zeillergasse 7-11 im 17. Bezirk (1924). Frank war Mitarbeiter am Winarskyhof, Stromstraße 36-38 im 20. Bezirk (1924), mit Wlach zusammen war er am Bau Simmeringer Hauptstraße 142-150 im 11. Bezirk beteiligt (1932). Zu seinen Werken gehören auch die Häuser Wilbrandtgasse 3 (1914; gemeinsam mit Wlach und Strnad) und 11 (1914) im 19. Bezirk sowie das Haus Wenzgasse 12 im 13. Bezirk (1931; gemeinsam mit Wlach) und das Haus Chimanistraße 18 im 19. Bezirk (1936).
Zusammen mit seiner jüdischen Frau, einer gebürtigen Schwedin, emigrierte er im Dezember 1933 nach Schweden. Bereits im Februar 1934 arbeitete er für die Stockholmer Firma "Svenskt Tenn" ("Schwedisches Zinn"), mit der er bereits vorher Kontakt hatte. Frank war mit beteiligt an der Kreierung des skandinavischen Wohnstils. Er verhalf Svenskt Tenn mit seinen Möbel-, Lampen- und Textilentwürfen zum internationalen Durchbruch. Durch die Teilnahme an den Weltausstellungen in Paris (1937) und New York (1939) wurde die Firma zum Inbegriff moderner schwedischer Wohnkultur. Frank bekam auch als Architekt hochkarätige Aufträge, baute Botschaften und Banken und wurde auch vom schwedischen Königshaus engagiert. 1939 erhielt er die schwedische Staatsbürgerschaft. Als der Nationalsozialismus auch Teile Skandinaviens erfasste, gingen die Franks in die USA; 1942/1943 hielt er Vorlesungen an der New School for Social Research in New York. 1947 kehrte er wieder nach Schweden zurück. 1948/1949 lieferte er ein Projekt für die Verbauung des Stephansplatzes und das teilweise zerstörte Haas-Haus. Frank erhielt den Preis der Stadt Wien für angewandte Kunst (1960), und den Großen österreichischen Staatspreis für Architektur (1965), aber Aufträge in Österreich blieben aus. In den 1980er begann mit Ausstellungen und Publikationen die bis heute andauernde Renaissance, so in der Josef-Frank-Ausstellung in der Werkbundsiedlung (1985) oder auch im Josef-Frank- Symposion (1985). Die Josef-Frank-Gasse ist nach ihm benannt.




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